746 Tage ist heute her, dass ich am Basislager vom Mount Everest stand und den Entschluss fasste diesen Rekord, für den ich derzeit alles gebe und entbehre, zu brechen. Es war damals ein wolkenverhangener Tag, etwa wie heute.

Mehr als zwei Jahre intensiver Planung liegen nun hinter mir. Unzählige Gespräche mit Experten verschiedenster Fachgebiete habe ich geführt – zudem hunderte Sponsoring – Anfragen gestellt. Alles erforderliche Organisatorische in die Wege geleitet und nicht zuletzt hart trainiert. Allein in diesem Jahr habe ich mehr als 15.000 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, was gemessen an meinem Vorhaben fast schon wenig klingt. Allerdings sind hier die äußeren Bedingungen und Trainingsintensitäten nicht außer Acht zu lassen (extremes Wetter, 25 kg eigenes Gepäck zu transportieren). Hinzu kommen hunderte Stunden des Lauftrainings im Winter und Frühling und etliche Schwimmeinheiten. Ich kann also sagen alles getan zu haben, was nötig war, um mich in die Form meines Lebens zu bringen und genau diese habe ich jetzt auf den Punkt erreicht.

Zur mentalen Stärkung mache ich bereits seit mehr als einem Jahr Selbst – Hypnose, Meditationen und Hypnose, sowie Sub – Liminals. Die Vorbereitung hätte kaum besser laufen können.

Jetzt, da die Abfahrt so nah ist, bekomme ich allmählich einen Schimmer davon, was ich mir aufgehalst habe. Mann, bin ich wahnsinnig! Die Strecke, die es zu bewältigen gilt, fahren nicht wenige Autofahrer nicht einmal in eineinhalb Jahren und ich möchte die Entfernung von 29.000 Kilometern in knapp drei Monaten auf dem Fahrrad zurücklegen. Das Beste ist hier: Ich zweifle kein Stück daran, es schaffen zu können. Ich bin völlig tiefenentspannt, weil ich weiß, dass ich es schaffen kann und alles mitbringe, was es braucht, um den Rekord endlich endlich und zum allerersten Mal nach Deutschland zu holen.

Die Vorfreude auf das Kommende ist grenzenlos. So oft habe ich mir diesen Moment der Abfahrt ausgemalt. Nicht selten habe ich gegrübelt, ob ich alle nötigen Sponsoren finden würde. Jetzt wo wirklich alles angerichtet ist, geht es auf die Zielgerade der Vorbereitung. Ein großer Wunsch geht bald in Erfüllung und ich werde an euch alle denken, die mindestens so fest an mich glauben, wie ich es selbst tue. Ich muss euch auch DANKE sagen für eure netten Worte und ganz allgemein für euer Interesse an unserem Vorhaben. Ohne euch ist das alles nicht nur nicht möglich, sondern auch nutzlos, denn am Ende hole ich den Rekord auch für euch und eine ganze Region, die mitfiebert.

Seid euch sicher, dass ich alles raushauen werde – und das Tag für Tag – um am Ende meine persönliche Geschichte ein wenig weiterzuschreiben. Am liebsten wäre mir da am Ende natürlich: Thomas Grosserichter – Weltrekordhalter!!