29.000 km in 105 Tagen, einer Stunde und 44 min.

Nachdem ich nun eine Weile habe sacken lassen, ist es noch immer ein wenig schwer begreiflich, dass ich diese Menge an Kilometer auf dem Rad gefahren haben soll und gleichzeitig damit eine neue Weltbestzeit aufgestellt habe. Möglicherweise liegt das auch an den vielen Trancen unterwegs.

Bedanken muss ich mich noch einmal für den überwältigenden Moment der Rückkehr in Horn und Herbern. Mit so einem Spektakel hätte ich nicht gerechnet. Ich bedanke mich bei euch allen für dieses grandiose Erlebnis, das ich niemals vergessen werde. Immer noch bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Ich fand es unglaublich, dass so viele von euch so mitgingen und mitfieberten. Diese Art der Bestätigung ist das allergrößte Geschenk, das man bekommen kann und genau das, nach dem sich die Seele sehnt, die aus der Ferne nach entbehrungsreicher Zeit heimkehrt.

Meine Freunde und Tourbegleiter Pedro und Robert haben so unglaublichen Anteil an diesem Vorhaben, dass ich ihre Leistung nicht oft genug hochhalten kann. Im Kollektiv waren wir ein unschlagbares Team. In vielen Situationen haben wir kühlen Kopf bewahrt, die richtigen Entscheidungen getroffen und sind als Freunde enger zusammengewachsen. Für mich allein wäre diese Sache niemals realisierbar gewesen.

Ich muss mich aber auch bei meiner Familie bedanken, die mich immer bedingungslos unterstützt und jeden meiner Wege mitgeht. All eure Emotionen und netten Gesten, speziell am Tag der Ankunft in Herbern und in Berlin trage ich im Herzen.

Besonderer Dank gilt selbstverständlich allen meinen Sponsoren, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Außerdem richte ich nochmal einen Riesendank an Otto Sievers, Steffi Großerichter, Ludwig Ellenberg, Stefan Huber, Jörg Heger, Melina Boike, Martin Niggemann und Marc Löhe, die so viele Stunden im Vorfeld investiert haben um mir auf die Beine zu helfen. Ohne eure Hilfe wäre ich nie auch nur gestartet. Es sind viele Menschen mehr, die mich in vielerlei Hinsicht unterstützt haben. Ich hoffe ihr habt Nachsicht, wenn ich euch hier nicht namentlich erwähne. Die Gefahr ist groß den einen oder anderen zu vergessen. Mein Dank wird euch aber auch noch anderweitig erreichen. Naja: Familie Huß muss ich noch erwähnen! Danke für das Asyl während meiner Trainingslager im Sauerland.

Und jetzt, da ich etwas so Großes erreicht habe?

Freue ich mich darauf meine Erfahrungen und Erlebnisse in unterschiedlichster Form weiterzugeben. Natürlich ist auch nach einem solchen Erlebnis nicht Schluss für mich mit der Erkundung der Welt. Meine Faszination und Neugierde ist schlicht zu groß, als dass ich es nun mit diesem Projekt gut sein lassen könnte.

Ich bin dankbar, zufrieden, stolz, glücklich und immer noch ein bisschen leer, kann aber kaum abwarten in naher Zukunft für ein Folgeprojekt wieder in Flammen zu stehen.

Thomas